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Therapien

Allgemeine Krankengymnastik (KG)

Allgemeine Krankengymnastik (KG)

Allgemeine Krankengymnastik (KG)

Krankengymnastische Behandlungstechniken dienen z. B. der Behandlung von Fehlentwicklungen, Erkrankungen, Verletzungen, Verletzungsfolgen und Funktionsstörungen der Haltungs- und Bewegungsorgane sowie innerer Organe und des Nervensystems mit mobilisierenden und stabilisierenden Übungen und Techniken. Sie dienen der Kontrakturvermeidung und -lösung, der Tonusregulierung, der Funktionsverbesserung bei krankhaften Muskelinsuffizienzen und -dysbalancen sowie der Beeinflussung der Atmungsmechanik und der Atmungsregulation (Atemtherapie); ggf. auch unter Anwendung von z. B. Gymnastikband und -ball, Therapiekreisel, Schlingentisch. Die allgemeine Krankengymnastik (KG) kann als Einzel- oder Gruppenbehandlung verordnet werden. Allgemeine Krankengymnastik (KG) im Bewegungsbad Krankengymnastische Behandlung unter Ausnutzung der Wärmewirkung des temperierten Wassers, des Auftriebes und des Reibungswiderstandes des Wassers mit und ohne Auftriebskörper. Die Krankengymnastik im Bewegungsbad kann als Einzel- oder Gruppenbehandlung mit maximal 5 Patienten verordnet werden. Kankengymnastik (Atemtherapie) zur Behandlung von Mukoviszidose. KG-Atemtherapie als Bewegungs- und Verhaltensschulung, insbesondere zur Verbesserung der Atemfunktion und zur Sekretlösung. Diese KG wird ausschließlich als Einzeltherapie verordnet. Gerätegestützte Krankengymnastik (KG-Gerät) Sie dient der Behandlung krankhafter Muskelinsuffizienz, -dysbalance und -verkürzung sowie motorischer Paresen mittels spezieller medizinischer Trainingsgeräte, vor allem bei chronischen Erkrankungen der Wirbelsäule sowie bei posttraumatischen oder postoperativen Eingriffen mit ? Sequenztrainingsgeräten für die oberen und unteren Extremitäten und den Rumpf und/oder ? Hebel- und Seilzugapparate (auxotone Trainingsgeräte) für die Rumpf- und Extremitätenmuskulatur. Sie wird grundsätzlich als parallele Einzelbehandlung mit maximal 3 Patienten verordnet. Unabdingbar ist die Anleitung, Aufsicht und Kontrolle unmittelbar durch den behandelnden Therapeuten. KG-ZNS-Kinder zur Behandlung von zentralen Bewegungsstörungen längstens bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, zur Erleichterung des Bewegungsablaufs durch Ausnutzung komplexer Bewegungsmuster, Bahnung von Innervation und Bewegungsabläufen und Förderung oder Hemmung von Reflexen unter Einsatz der Techniken nach Bobath oder Vojta. Die Behandlung wird ausschließlich als Einzeltherapie verordnet. KG-ZNS zur Behandlung von zentralen Bewegungsstörungen nach Vollendung des 18. Lebensjahres, zur Förderung und Erleichterung des Bewegungsablaufs durch Einsatz komplexer Bewegungsmuster, Bahnung von Innervation und Bewegungsabläufen und Förderung oder Hemmung von Reflexen unter Einsatz der Techniken nach Bobath, Vojta oder PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation). Die Behandlung wird ausschließlich als Einzeltherapie verordnet. Manuelle Therapie als Einzeltherapie zur Behandlung reversibler Funktionseinschränkungen der Gelenke und ihrer muskulären, reflektorischen Fixierung durch gezielte (impulslose) Mobilisation oder durch Anwendung von Weichteiltechniken. Traktionsbehandlung als Einzeltherapie als mechanischer apparativer Zug zur Entlastung komprimierter Nervenwurzeln und Gelenkstrukturen an Wirbelsäule, Becken, Knie- und Hüftgelenk.

Klassische Massagetherapie (KMT)

Klassische Massagetherapie (KMT)

Klassische Massagen

Klassische Massagetherapie (KMT) als überwiegend muskuläre Massageform einzelner oder mehrerer Körperteile zur Erzielung einer entstauenden, tonisierenden, detonisierenden, schmerzlindernden und hyperämisierenden Wirkung.

Manuelle Therapie

Manuelle Therapie

In der Manuellen Therapie werden spezielle Handgrifftechniken angewendet, die im Rahmen eines Befundes dazu dienen, eine Bewegungsstörung im Bereich der Extremitätengelenke oder der Wirbelsäule zu lokalisieren, zu analysieren und zu behandeln. Durch Manuelle Therapie werden sowohl akute als auch chronische Beschwerden gezielt positiv beeinflusst oder therapiert, z. Bsp.:

  • Kopfschmerzen
  • Kiefergelenksstörungen
  • Rücken- und "Bandscheiben" -Problematiken
  • Schulterbeschwerden
  • Nacken- und Halswirbelsäulenprobleme
  • Kniebeschwerden
  • Ellbogen- bzw. Unterarmprobleme (beispielsweise Tennisarm)
  • Beschwerden im Bereich der Hand, z.B. nach Frakturen, beim Karpaltunnelsyndrom (Nervenirritationen)
  • Fußbeschwerden, beispielsweise nach Bänderrissen oder bei Sehnenproblematiken wie Achillessehnenentzündung

  • Manuelle Therapie ist zudem hilfreich bei der Nachbehandlung von Operationen, Sportverletzungen und Unfällen.

    Manuelle Lymphdrainage (MLD)

    Manuelle Lymphdrainage (MLD)

    Manuelle Lymphdrainage (MLD) der Extremitäten, des Kopfes und/oder des Rumpfes einschließlich der ggf. erforderlichen Kompressionsbandagierung (Lymphologischer Kompressionsverband) zur entstauenden Behandlung bei Ödemen verschiedener Ursachen. Gegebenfalls erforderliche Kompressionsbinden sind gesondert als Verbandmittel zu verordnen, sofern keine Hilfsmittel zur Kompressionstherapie vorhanden sind. In Anlehnung an den unterschiedlichen indikationsbezogenen Zeitbedarf sind verordnungsfähig:
    MLD-30 Minuten Therapiezeit am Patienten (Teilbehandlung) bei leichtgradigen Lymphödemen, Ödemen oder Schwellungen zur

    •  Behandlung eines Armes oder Beines oder
    •  Behandlung von Wirbelsäulenabschnitten oder
    •  Behandlung des Kopfes oder
    •  Behandlung des Bauches.

    MLD-45 Minuten Therapiezeit am Patienten (Großbehandlung) bei Lymphödemen sowie phlebolymphostatischen Ödemen zur

    • Behandlung eines Armes und eines Beines,
    • Behandlung beider Arme oder
    • Behandlung beider Beine.

    MLD-60 Minuten Therapiezeit am Patienten (Ganzbehandlung) bei schwergradigen Lymphödemen zur

    • Behandlung eines Armes und eines Beines oder
    • Behandlung beider Arme oder
    • Behandlung beider Beine oder
    schwergradigen Lymphödemen mit Komplikationen durch Strahlenschädigungen (mit z.B. Schultersteife, Hüftsteife oder Plexusschädigung) zur Behandlung eines Armes oder eines Beines.

    Neurologische Behandlungen nach Bobath

    Behandlungen nach Bobath

    Das Bobath-Konzept ist ein multidisziplinärer rehabilitativer Ansatz in Therapie und Pflege von Patienten mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Im angloamerikanischen Sprachraum wird das Konzept auch als Neuro-Developmental Treatment (NDT) bezeichnet. Es wurde ab 1943 von der Physiotherapeutin Berta Bobath und ihrem Ehemann, dem Neurologen und Kinderarzt Karel Bobath entwickelt.

    Bindegewebs- (BGM) Ι Segment- (SM) Ι Periost- (PM) Ι Colonmassage (CM)

    Bindegewebs- (BGM), Segment- (SM), Periost- (PM) Colonmassage (CM)

    Bindegewebsmassage (BGM), Segmentmassage (SM), Periostmassage (PM) Colonmassage (CM). Diese Massagetechniken wirken über nervös reflektorische Wege zur Beeinflussung innerer Organe und peripherer Durchblutungsstörungen über segmentale Regulationsmechanismen.

    Thermotherapie

    Thermotherapie

    Die Thermotherapie umfasst die nachstehend beschriebenen, anerkannten therapeutischen Verfahren:







    • Kältetherapie mittels Kaltpackungen
    • Wärmetherapie mittels Heißluft als strahlende Wärme zur Muskeldetonisierung und Schmerzlinderung,
    • Wärmetherapie mittels Ultraschall, zur Verbesserung der Durchblutung und des Stoffwechsels und zur   Erwärmung tiefergelegener Gewebsschichten,
    • Wärmetherapie mittels Warmpackungen mit Peloiden (z. B. Fango), Paraffin oder Paraffin-   Peloidgemischen zur Applikation intensiver Wärme

    Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF)

    PNF

    Die Abkürzung PNF steht für: Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation, und bedeutet das Zusammenspiel von Nerven und Muskulatur. Gemeint ist damit in der Physiologie die Reizbildung und -leitung im nervalen und muskulären System für ein sinnvolles Zusammenspiel aller Muskeln und Gelenke des Körpers. Die Methode wurde in den Jahren 1946 bis 1951 in Amerika von dem Neurophysiologen Dr. Kabat und der Physiotherapeutin Margaret Knott entwickelt. Sie basiert auf neurophysiologischen Grundprinzipien, die von Sherrington, Hellebrandt, Pavlow u. a. beschrieben wurden. Diese aktive Methode besteht aus definierten Bewegungsmustern, orientiert an der normalen motorischen Entwicklung.

    Fascienbehandlung

    Fascienbehandlung

    Faszien sind bindegewebige Strukturen, die der Schlüssel in der Diagnostik und Behandlung von körperlichen Beschwerden sein können. Die medizinische Wissenschaft erkennt heute die wichtige Rolle an, die Faszien im Körper spielen.
    Distorsionen sind Verdrehungen und Verrenkungen. Fasziendistorsionen sind anatomische Veränderungen von Faszien, die zu körperlichen Beschwerden führen können. Jede Fasziendistorsion kann durch spezifische Behandlungstechniken prinzipiell korrigiert werden.

    Atemtherapie bei Mukoviszidose + Asthma bronchiale

    Atemtherapie bei Mukoviszidose + Asthma bronchiale

    Die Erleichterung der Atmung und die Verbesserung der Entspannungsfähigkeit sowie die Sekretmobilisation stehen hier im Vordergrund. Neben Atemschulung und Hustentechniken, sowie Mobilisation des Rumpfes erlernen die Patienten die modifizierte autogene Drainage (MAD/Chevaillier). Der Patient lernt in der Therapie zusätzlich alltagstaugliche Übungen. Es gibt Kombinationsmöglichkeiten, wie z. B. mit der VRP1-Flutter, PEP-Atmung, RC-Cornet und Inhalation.

    Atemtherapie ist ein wesentlicher Bestandteil der effizienten physiotherapeutischen Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit Mukoviszidose. Sie trägt erheblich zur Verbesserung der Lungenfunktion und des Allgemeinbefindens bei. Schon Säuglinge sollten behandelt werden, hier stehen Inhalation, passive Techniken und Umlagerungen im Vordergrund. Zur Behandlung der parallel bestehenden muskulären Hypotonie kann die Atemtherapie mit dem Bobathkonzept kombiniert werden.

    Auch Patienten mit anderen Lungenerkrankungen wie z. B. Asthma bronchiale, COPD, rezidivierenden Lungenentzündungen oder Grunderkrankungen, die mit einer verminderten Lungenfunktion einhergehen, profitieren von einer gezielter Behandlung.

    Elektrotherapie / -stimulation

    Elektrotherapie / -stimulation

    Elektrotherapie / -stimulation Die Elektrotherapie wendet nieder- und mittelfrequente Stromformen an zur Elektrotherapie unter Verwendung konstanter galvanischer Ströme oder unter Verwendung von Stromimpulsen (z. B. diadynamische Ströme, mittelfrequente Wechselströme, Interferenzströme). Elektrostimulation unter Verwendung von Reizströmen mit definierten Einzel-Impulsen nach Bestimmung von Reizparametern (nur zur Behandlung von Lähmungen bei prognostisch reversibler Nervenschädigung)..

    Triggerpunktbehandlung

    Triggerpunktbehandlung

    Die Triggerpunkttherapie hat als Ziel die Beseitigung sogenannter „myofaszialer Triggerpunkte“. Das sind lokal begrenzte Verhärtungen in der Skelettmuskulatur, die lokal druckempfindlich sind und von denen übertragene Schmerzen ausgehen können..